Weiterbildung

Das Gesundheitssystem befindet sich seit Jahren in einem ständigen Wandel: die Versorgung der Patienten in den Kliniken nehmen an Komplexität und Dynamik massiv zu. Das bedingt eine kontinuierliche Aktualisierung der beruflichen Handlungskompetenz, welche in der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sichergestellt wird.

Anästhesie und Intensivpflege

Wir wollen unseren Pflegefachkr√§ften, die im Bereich der An√§sthesie oder auf Intensivstationen arbeiten, das Handwerkszeug mitgeben, um den wachsenden Anforderungen in diesen Bereichen gut geschult entgegentreten zu k√∂nnen. Gleichzeitig wollen wir nat√ľrlich auch unseren Patienten eine optimale pflegerische Versorgung bieten. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitarbeitern die M√∂glichkeit eine Fachweiterbildung im Bereich der An√§sthesie- und Intensivmedizin zu absolvieren - an unserer hauseigenen Weiterbildungsst√§tte in Kooperation mit dem Klinikum Dortmund.

Pflegefachkr√§fte aus externen Einrichtungen sind uns nat√ľrlich ebenso willkommen.

 

Entwicklung der Weiterbildungsstätte

Mit den st√§ndig wachsenden Anforderungen in der Intensivmedizin und -pflege begann 1983 mit der Anerkennung der Weiterbildungsst√§tte durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft der erste Lehrgang in der Fachkrankenpflege f√ľr An√§sthesie und Intensivmedizin. Seit der landesrechtlichen Neuregelung der Weiterbildungs- und Pr√ľfungsverordnung und der staatlichen Anerkennung der Weiterbildungsst√§tte haben das St.-Johannes-Hospital und das Klinikum Dortmund einen Kooperationsvertrag abgeschlossen und f√ľhren seit 1996 Lehrg√§nge gemeinsam durch.

Diese Kooperationsgemeinschaft hat inzwischen mit mehr als 20 weiteren Krankenh√§usern einen Verbund geschlossen, sodass alle klinischen Disziplinen auf intensivmedizinischen und an√§sthesiologischen Sektor das Fundament f√ľr eine umfassende Weiterbildung bieten.

 

Berufspädagogisches Konzept

Da die Weiterbildung f√ľr Intensivpflege und An√§sthesie einen wesentlichen Beitrag zur Qualit√§tsverbesserung in der pflegerischen Versorgung der Bev√∂lkerung leistet, beruht die Zielsetzung der Weiterbildungsst√§tte in der F√∂rderung von Teilnehmern bzgl. des beruflichen Selbstverst√§ndnisses und in der F√∂rderung der beruflichen Handlungskompetenz f√ľr die Intensivpflege und An√§sthesie. Traditionelle und neue Handlungsm√∂glichkeiten des Berufes sollen kritisch bewertet und angemessen angewendet werden. Unter Ber√ľcksichtigung aktueller Bezugswissenschaften folgt der theoretische und praktische Unterricht dem Prinzip der Erwachsenenbildung und der themenzentrierten Weiterbildung. Er wird gestaltet von Experten aus Pflege, Pflegep√§dagogik und -wissenschaft, Medizin, Recht, Betriebswirtschaft, Hygiene, Psychologie und anderen Disziplinen.

 

Ziele der Weiterbildung

Die Weiterbildung zur Fachgesundheits- und Krankenpflegerin, zum Fachgesundheits- und Krankenpfleger f√ľr Intensivpflege und An√§sthesie soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Pflege von Menschen in unterschiedlichen Handlungssituationen vermitteln, deren Gesundheit aktuell und potentiell lebensbedrohlich beeintr√§chtigt ist. Dabei sind die Selbst√§ndigkeit und die Selbstbestimmung der Menschen ebenso zu ber√ľcksichtigen wie ihre famili√§ren, sozialen und kulturellen Bez√ľge

Unter Ber√ľcksichtigung eines engen Theorie-Praxis Bezuges sollen die Teilnehmer lernen Pflegesituationen im Sinne einer patientenorientierten Pflege zielorientiert und rational begr√ľndet zu gestalten. Insbesondere ist die Weiterbildung gerichtet auf 4 Lernbereiche:

  1. Fallsteuerung im Sinne von Bezugspflege,
  2. Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen,
  3. Prozesssteuerung,
  4. Steuerung des eigenen Lernens.

 

Lehrgangsverlauf / Leistungen

Die Weiterbildung wird in modularer Form in berufsbegleitenden Lehrg√§ngen mit einer Dauer von zwei Jahren mit dem Weiterbildungsschwerpunkt ‚ÄěIntensivpflege und An√§sthesie‚Äú durchgef√ľhrt. Sie besteht aus theoretischer und aus praktischer Weiterbildung unter Anleitung.

 

Theoretische Weiterbildung

Die theoretische Weiterbildung umfasst mindestens 720 Stunden √† 45 Minuten. Der Unterricht ist f√ľr zwei Jahre im Voraus in Form von Studienwochen und -tagen geplant. Die genaue Verteilung der Unterrichtstage liegt zu Beginn des Lehrgangs vor.

Die Module beinhalten folgende Themen

 

Lernbereich 1: Fallsteuerung im Sinne von Bezugspflege
1.1   Beziehungsgestaltung
1.2   Fallsteuerung

 

Lernbereich 2: Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen

2.1 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit bewusstseins-, wahrnehmungs- und entwicklungsbeeinträchtigten Menschen
2.2 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit atmungsbeeinträchtigten Menschen
2.3 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit herzkreislaufbeeinträchtigen Menschen
2.4 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit abwehrgeschwächten und an Infektionen leidenden Menschen
2.5 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit bewegungsbeeinträchtigten Menschen
2.6 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen mit Menschen mit Beeinträchtigung der Ernährung, der Ausscheidung und des Stoffwechsels
2.7 Professionelles Handeln im prä-, intra- und postoperativen Umfeld

 

 

Lernbereich 3: Prozesssteuerung
3.1   Projektmanagement
3.2   Personalf√ľhrung und ‚Äďanleitung

 

Lernbereich 4: Steuerung des eigenen Lernens
4.1   Eigene Lernwege gestalten

 
 

 

Praktische Weiterbildung

Die praktische Weiterbildung umfasst mindestens 1.200 Stunden unter direkter Anleitung à 60 Minuten, davon mindestens

  • 400 Stunden in der internistischen/neurologischen Intensivpflege
  • 400 Stunden in der operativen Intensivpflege
  • 400 Stunden in der An√§sthesie


sowie weitere praktische Einsätzen in der Intensivpflege und Anästhesie. Die Einsatzplanung liegt zu Beginn der Weiterbildung vor und wird den Teilnehmern sowie den angeschlossenen Abteilungen zugestellt. Die praktische Weiterbildung wird durch Mentoren und durch weitere fachexaminierte Mitarbeiter der Einsatzstellen begleitet.

 

Modulpr√ľfungen / Abschlusspr√ľfungen

W√§hrend der Weiterbildung absolvieren die Teilnehmer 11 Modulpr√ľfungen, die von der Weiterbildungsst√§tte benotet werden. Die Pr√ľfungsanforderungen sind auf die Inhalte der Lehrveranstaltung und auf die Kompetenzen adaptiert, die aufgrund der Weiterbildungsverordnung f√ľr das betreffende Modul vorgesehen sind.

Die Modulpr√ľfungen beinhalten schriftliche Klausurarbeiten mit einer Bearbeitungszeit von maximal 90 Minuten oder einer m√ľndliche Pr√ľfung von maximal 30 Minuten oder einer schriftliche Hausarbeit von maximal 15 Seiten oder einer praktische Pr√ľfung. Jede Pr√ľfungsform wird mindestens einmal im Rahmen des Lehrgangs angewendet werden.

Eine Modulpr√ľfung ist bestanden, wenn in der Pr√ľfung eine mindestens ausreichende Leistung erzielt wurde. Die Pr√ľfung eines nicht bestandenen Moduls kann einmal wiederholt werden. √úber Zeitpunkt und Inhalt der Wiederholungspr√ľfung entscheidet die Weiterbildungsst√§tte. Die Wiederholungspr√ľfung muss sp√§testens innerhalb von sechs Monaten nach der ersten Pr√ľfung abgeschlossen sein. Die Noten der Modulpr√ľfungen bilden 50% der Abschlussnote.

Die Abschlusspr√ľfungen beginnen fr√ľhestens 8 Wochen vor Ende des Lehrgangs und gliedern sich in eine praktische und m√ľndliche Pr√ľfung. Beide Pr√ľfungen m√ľssen mit mindestens ausreichend bewertet werden. Beide Ergebnisse flie√üen zusammen mit 50% in die Abschlussnote ein.

Der f√ľr den Lehrgang und f√ľr die staatliche Abschlusspr√ľfung aufzuwendende Arbeitsaufwand wird durch Credits entsprechend dem ECTS ‚Äď System (European Credit Transfer System) beschrieben. Insgesamt werden 120 Credits (1 Credit = 26,66 Stunden) vergeben, die auf die Module und auf die staatliche Abschlusspr√ľfung verteilt werden.

 

Urlaubs- und Fehlzeitenregelung

√úber die Weiterbildungsst√§tte werden f√ľr den jeweiligen Lehrgang Urlaubszeiten fest geplant. Dar√ľber hinausgehende Urlaubszeiten obliegen der Absprache des Teilnehmers mit den jeweiligen Leitungen der Einsatzorte. Auf die Weiterbildung werden Fehlzeiten bis zu h√∂chstens 10% der jeweiligen Mindeststundenzahl der theoretischen und praktischen Weiterbildung angerechnet.

Auf Antrag kann der Vorsitz des Pr√ľfungsausschusses auch dar√ľber hinausgehende Fehlzeiten auf die Weiterbildung anrechnen, soweit eine besondere H√§rte vorliegt und das Weiterbildungsziel durch die Anrechnung nicht gef√§hrdet wird.

 

Zulassungsvoraussetzungen nach § 4 WeiVIAPfl

Die Zulassung zur Weiterbildung ist geregelt nach der Weiterbildungs- und Pr√ľfungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Voraussetzung f√ľr eine Weiterbildung nach dieser Verordnung ist die Berechtigung, eine der in ¬ß 1 Abs. 1 Nrn. 1 oder 2 des Krankenpflegegesetzes genannten Berufsbezeichnungen zu f√ľhren.

Dem Antrag sind beizuf√ľgen:

  1. Lebenslauf mit Lichtbild,
  2. die Nachweise der Voraussetzungen nach ¬ß 4 (Zeugnis des Krankenpflegeexamens sowie Nachweis der g√ľltigen Berufserlaubnis)


Der Antrag auf Zulassung ist zu richten an die Leitung der Weiterbildungsstätte.

 

Beginn der Lehrgänge: Die Lehrgänge zur Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege starten jeweils am 1. April

  • am St. Johannes-Hospital in den geraden Jahren: 2018, 2020, 2022 usw.
  • am Klinikum Dortmund in den ungeraden Jahren: 2019, 2021, 2023 usw.

 

Ihr Ansprechpartner ist:

Dietmar Stolecki
Leiter des Referates Fort- und Weiterbildung
Telefon: 0231 1843-31260
dietmar.stolecki@joho-dortmund.de

Geriatrie

In der Pflege von geriatrischen Patienten gibt es vielf√§ltige Aufgaben, die sich von denen der "normalen" Krankenpflege unterscheiden. Damit unsere Pflegekr√§fte die zur Erf√ľllung dieser Aufgaben erforderlichen, oftmals speziellen Kenntnisse erlangen, bieten wir Ihnen die M√∂glichkeit, eine Fachweiterbildung f√ľr die Geriatrie zu absolvieren. Besonderer Fokus dieser an unserer Kath. Schule f√ľr Gesundheitsberufe stattfindenden Weiterbildung ist die aktivierende-therapeutische Pflege mit den Schwerpunkten Bobath, Basale Stimulation usw.

Mittleres Management

Unsere Stationsleitungen und ihre Stellvertretungen √ľbernehmen ein besonderes Ma√ü an Verantwortung. Neben den fachlichen pflegerischen T√§tigkeiten m√ľssen sie die Station leiten, Entscheidungen treffen, ihre Mitarbeiter f√ľhren und kontinuierlich die Station weiterentwickeln. Hierzu bedarf es besonderer Kompetenzen, weshalb wir sehr daran interessiert sind, dass unsere Stationsleitungen sowie ihre Stellvertretungen eine entsprechende Weiterbildung zur Erlangung von Leitungskompetenzen absolvieren.

Diese Weiterbildung findet extern an der Kaiserswerther Diakonie statt.

Nephrologie

Ein Schwerpunkt unserer Klinik f√ľr Innere Medizin 1 ist die Nephrologie. Neben nephrologischen Stationen geh√∂rt auch eine Dialysestation zu den Bereichen, in denen Gesundheits- und Krankenpfleger nephrologische Patienten pflegen. Um mit den verschiedenen Gebieten der nephrologischen Krankenpflege vertraut zu werden und sich die speziellen Kenntnisse zu Eigen zu machen, haben unsere Mitarbeitenden der o.g. Stationen die M√∂glichkeit, die Fachweiterbildung in der Nephrologie zu absolvieren, die extern an der Weiterbildungsst√§tte nephrologischer Zentren Rhein-Ruhr in Essen angeboten wird.

Onkologie

(Palliative Care und Wundmanagement nach ICW integriert)

Pflege in der Onkologie - f√ľr unsere Mitarbeitenden auf den onkologischen Stationen eine t√§gliche Aufgabe mit wachsenden Anforderungen. Um unseren krebskranken Patienten aller Altersstufen in ihren verschiedenen Krankheitsphasen eine optimale pflegerische Versorgung bieten zu k√∂nnen und um unseren Pflegekr√§ften die notwendigen Kenntnisse und Besonderheiten der onkologischen Pflege zu vermitteln, bieten wir unseren Mitarbeitenden die M√∂glichkeit an, eine Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie zu absolvieren.

Die Weiterbildung beinhaltet zusätzlich die "WB Palliative Care" und den Lehrgang "Wundmanagement nach ICW" und wird extern absolviert entsprechend der DKG-Empfehlung.

Operationsdienst

Die Fachweiterbildung f√ľr den Operationsdienst soll Pflegefachkr√§fte zur situationsgerechten und selbst√§ndigen Pflege und Begleitung von Patienten vor, w√§hrend und nach Operationen bef√§higen. Aus diesem Grunde bieten wir sowohl unseren internen als auch externen Pflegekr√§ften die M√∂glichkeit, diese Weiterbildung an unserer Weiterbildungsst√§tte zu absolvieren.

 

Zielsetzung der Weiterbildung

Die Weiterbildung zur Fachgesundheits- und (Kinder) Krankenpflegerin und zum Fachgesundheits- und (Kinder) Krankenpfleger f√ľr den Operationsdienst soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Pflege von Menschen in unterschiedlichen Handlungssituationen vermitteln, deren Gesundheit aktuell oder potentiell lebensbedrohlich beeintr√§chtigt ist. Dabei sind die Selbst√§ndigkeit und die Selbstbestimmung der Menschen ebenso zu ber√ľcksichtigen, wie ihre famili√§ren, sozialen und kulturellen Bez√ľge.

 

Pflegepädagogisches Konzept

Da die Weiterbildung f√ľr den Operationsdienst ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur Qualit√§tsverbesserung in der pflegerischen Versorgung der Bev√∂lkerung leistet, beruht die Zielsetzung der Weiterbildungsst√§tte in der F√∂rderung von Teilnehmern bzgl. des beruflichen Selbstverst√§ndnisses und in der F√∂rderung der beruflichen Handlungskompetenz. Traditionelle und neue Handlungsm√∂glichkeiten des Berufes sollen kritisch bewertet und angemessen angewendet werden.

Der theoretische und praktische Unterricht folgt dem Prinzip der Erwachsenenbildung und der themenzentrierten Weiterbildung. Er wird von Experten aus Pflege, Medizin, Recht, Betriebswirtschaft, Hygiene, Psychologie sowie von Pflegewissenschaftlern und Pflegepädagogen gestaltet.

 

Lernbereiche und Module

Mit der Aktualisierung der Weiterbildungs- und Pr√ľfungsverordnung NRW vom 12. Dezember 2008 sind alle Themen der Weiterbildung und die damit zu erzielenden beruflichen Handlungskompetenzen in vier Lernbereiche zusammengefasst und diese in elf Modulen gegliedert.

Ein Modul beschreibt eine in sich abgeschlossene Lerneinheit. Es bezeichnet eine zeitlich, r√§umlich und inhaltlich von der Weiterbildung vorgegebene Unterrichtsveranstaltung, die theoretischen Unterricht, praktische Anteile und Selbststudium beinhaltet und mit einer Lernerfolgs√ľberpr√ľfung abgeschlossen wird.

 

Lernbereich 1 Fallsteuerung

Modul 1.1 Beziehungsgestaltung
Modul 1.2 Patientenmanagement


Lernbereich 2 Professionelles Handeln in komplexen Pflegesituationen

Modul 2.1 Professionelles Handeln im Aufgabenbereich der Springertätigkeit
Modul 2.2 Professionelles Handeln im Aufgabenbereich der Instrumentiertätigkeit
Modul 2.3 Pflegerisches Handeln in prä-, intra- und postoperative Versorgung bei spezifischen Gesundheitsproblemen
Modul 2.4 Notfallmanagement


Lernbereich 3 Prozessteuerung

Modul 3.1 Projektmanagement
Modul 3.2 Personalf√ľhrung und Anleitung
Modul 3.3 Arbeitsorganisation
Modul 3.4 Hygienemanagement


Lernbereich 4: Steuerung des eigenen Lernens

Modul 4.1 Eigene Lernwege gestalten

Zehn von elf Modulen werden mit einer Pr√ľfung abgeschlossen und m√ľssen bestanden werden. Die Pr√ľfung eines nicht bestandenen Moduls kann einmal wiederholt werden.

 

Lehrgangsverlauf

Die Weiterbildung erfolgt als zweijähriger, berufsbegleitender Lehrgang.
Der Lehrgang beginnt alle in zweijährigem Rhythmus in den geraden Jahren. Nächster Beginn ist voraussichtlich im Juni 2022.


Theoretische Weiterbildung

Der Unterricht wird f√ľr zwei Jahre im Voraus in Form von Studienwochen geplant und umfasst mindestens 720 Unterrichtsstunden √† 45 Minuten. Die Verteilung liegt zu Beginn des Lehrgangs vor. Der Unterricht beginnt um 8.30 Uhr und endet um 15.45 Uhr.

Die Inhalte des Unterrichts umfassen die Themengebiete mit mindestens

  • 280 Stunden allgemeine Grundlagen (z.B. Hygiene, Recht, Betriebswirtschaft, Wahrnehmung, Kommunikation, Medizin-Produkte-Gesetz, Ger√§te- und Materialkunde),
  • 80 Stunden pflegerische Grundlagen (pflegewissenschaftliche Grundlagen, Qualit√§tsmanagement, Leistungserfassung, Pflegeorganisation),
  • 240 Stunden pflegefachliche Grundlagen des Operationsdienstes,
  • 120 Stunden medizinische Grundlagen


Praktische Weiterbildung

W√§hrend des Lehrgangs sind verschiedenen Eins√§tze in den unterschiedlichen, an der Weiterbildung beteiligten Operationsabteilungen vorgesehen, die √ľber einen Einsatzplan geregelt werden. F√ľr die Teilnahme an diesem Rotationsverfahren ist Mobilit√§t der Teilnehmenden Voraussetzung.

Die praktische Weiterbildung unter Anleitung erfolgt mindestens in nachfolgend aufgef√ľhrten Bereichen:

  • 400 Stunden Chirurgie inklusive Kinderchirurgie (Visceral-, Gef√§√üchirurgie, Urologie, Gyn√§kologie),
  • 400 Stunden in chirurgischen Einsatzbereichen (HNO, Augen, neuro-, Herz-, Thorax-Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hand- sowie plastische Chirurgie),
  • 300 Stunden Orthop√§die / Unfallchirurgie,
  • 120 Stunden alternative OP-Einrichtungen (ambulante operative Einrichtungen, pr√§operativer Bereich einschlie√ülich An√§sthesie),
  • 80 Stunden weitere Eins√§tze im OP Dienst


Pr√ľfungen

Die Teilnehmer absolvieren zehn Modulpr√ľfungen und zum Ende des Lehrgangs eine praktische und eine m√ľndliche Abschlusspr√ľfung. Die Ergebnisse der Modulpr√ľfungen flie√üen mit 50% in das Gesamtergebnis ein.

 

Urlaubs- und Fehlzeitenregelung

Die Urlaubszeiten werden f√ľr die Dauer des jeweiligen Lehrgangs durch die Weiterbildungsst√§tte fest geplant.

Es sind maximal 10% Fehlzeit in der theoretischen und praktischen Weiterbildungszeit zulässig.

 

Zugangsvoraussetzungen nach § 4 WeiV-OP

Die Zulassung zur Weiterbildung ist nach der Weiterbildungs- und Pr√ľfungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelt und bedingt

  • eine absolvierte Ausbildung zur Gesundheits- und (Kinder) Krankenpflegerin, zum Gesundheits- und (Kinder) Krankenpfleger sowie
  • die Berechtigung, die Berufsbezeichnung Gesundheits- und (Kinder) Krankenpflegerin, Gesundheits- und (Kinder) Krankenpfleger nach dem Krankenpflegegesetz zu f√ľhren.

 

Eine l√§ngere T√§tigkeit in einer operativen Einheit ist w√ľnschenswert, aber nicht Voraussetzung. Der Antrag auf Zulassung ist an die Leitung der Weiterbildungsst√§tte zu richten.

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Bewerbungsschreiben und Lebenslauf
  • Kopie des Zeugnisses des Krankenpflegeexamens (nicht beglaubigt)
  • Kopie √ľber die Erlaubnis zur F√ľhrung der Berufsbezeichnung (nicht beglaubigt)
  • ein Lichtbild

Weitere Informationen erhalten Sie √ľber das Referat f√ľr Fort- und Weiterbildung am St.-Johannes-Hospital.

Der n√§chste Lehrgang der Fachweiterbildung f√ľr den Operationsdienst startet voraussichtlich im Juni 2022.

 

Ihre Ansprechpartnerin ist:

Melanie Schneider
Telefon: 0231 317783-39

melanie.schneider@canisiuscampus.de

Pain Nurse

Schmerzmanagement in der Pflege

Die Betreuung von Schmerzpatienten nimmt einen besonderen Stellenwert ein - durch eine Weiterbildung in diesem Bereich werden unsere Pflegefachkräfte, die täglich mit Schmerzpatienten arbeiten, speziell gefördert. In einem externen Lehrgang wird enstprechendes Fachwissen vermittelt sowie das Problembewusstsein in Bezug auf die Betreuung von Schmerzpatienten gefördert, um eine optimale pflegerische Versorgung sicherzustellen.

Diese Weiterbildung wird von unseren Mitarbeitenden extern besucht.

Palliative Care

Die Arbeit auf einer Palliativstation ist aufgrund der ver√§nderten Pflegebedingungen anders, als auf normalen peripheren Stationen. Unsere Pflegefachkr√§fte versuchen, die Lebensqualit√§t des Patienten in seiner letzten Lebensphase m√∂glichst lang zu erhalten bzw. zu verbessern. Um ihnen bei dieser besonderen Art der Pflege, die sich auch mit den Themen ‚Äěbegrenzte Lebenszeit‚Äú, Sterben, Tod und Trauer befasst, die ben√∂tigten Kompetenzen mit auf den Weg zu geben, bieten wir unseren Mitarbeitenden auf der Palliativstation die M√∂glichkeit, an der Weiterbildung Palliative Care teilzunehmen.

Diese Weiterbildung wird extern von unseren Mitarbeitenden besucht.

Praxisanleitung

Unsere Praxisanleiter begleiten unsere Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege sowie der Assistenzberufe w√§hrend ihrer Ausbildung. Sie planen und gestalten unter Ber√ľcksichtigung des Rahmenlehrplans f√ľr die praktische Ausbildung selbstst√§ndig und f√ľhren diese auch durch und beurteilen sie. Um ihnen hierzu die erforderlichen Kompetenzen mit auf den Weg zu geben, absolvieren sie die Weiterbildung zur Praxisanleitung an unserer Kath. Schule f√ľr Gesundheitsberufe.

Psychiatrie

Die Vermittlung von erforderlichen, speziellen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Pflege und Betreuung in der Psychiatrie ist Ziel der Fachweiterbildung in der Psychiatrie/Gerontopsychiatrie. Wir m√∂chten unseren Pflegekr√§ften, die im psychiatrischen Bereich des Marien Hospitals in Dortmund-Hombruch arbeiten, wichtiges und aktuelles Fachwissen √ľber psychiatrische Pflege, Krankheitslehre und Psychologie auf den Weg geben und bieten Ihnen daher an, an der vom Kath. Bildungszentrum f√ľr Pflegeberufe und unserer Kath. Schule f√ľr Gesundheitsberufe angebotenen Weiterbildung teilzunehmen.

Weitere Infos zur Fachweiterbildung in der Psychiatrie/Gerontopsychiatrie erhalten Sie unter Kath. Schule f√ľr Gesundheitsberufe.

Sonstige Weiterbildungsmöglichkeiten

Neben √§rztlichen, pflegerischen oder pharmazeutischen Weiterbildungen bietet die Kath. St.-Johannes-Gesellschaft unz√§hlige Weiterbildungsm√∂glichkeiten f√ľr alle Mitarbeitenden an, die in unterschiedlichsten Berufen in der Gesellschaft mitwirken. Im Einvernehmen mit den F√ľhrungskr√§ften der Abteilung k√∂nnen Aufstiegsweiterbildungen, unterschiedlichste Vertiefungs- und Spezialisierungsweiterbildungen besucht werden, um das Fachwissen zu verbreitern und die Kompetenz am Arbeitsplatz zu erh√∂hen. Die Weiterbildungsm√∂glichkeiten umfassen fachliche Themen, methodisch-instrumentelle Themen sowie sozio-psychologische Inhalte.

Grunds√§tzlich wird der Fort- und Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeitenden gro√üe Bedeutung beigemessen, um die Position der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft als Gesundheitsdienstleister stets weiter zu entwickeln. Sofern die Fort- oder Weiterbildung pers√∂nlich oder abteilungsbedingt erforderlich ist, wird entsprechende Unterst√ľtzung von Seiten des Dienstgebers gew√§hrt.

Sekretariat Personalabteilung

E-Mail: personal@joho-dortmund.de

Tel.: 0231 1843 31200